Was ist Taekwondo?

Taekwondo (auch Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do) ist eine koreanische Kampfkunst. Die drei Silben des Namens stehen für Fußtechnik (Tae), Handtechnik (Kwon) und Weg (Do). Obwohl die olympische Kampfsportart Taekwondo für den laienhaften Betrachter große Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist, unterscheidet es sich in einigen wesentlichen Punkten von diesen.

So ist die Taekwondo-Technik sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Im Taekwondo dominieren Fußtechniken deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten.

Taekwondo setzt sich unter anderem aus folgenden Aspekten zusammen:

POOMSAE

Eine Form (koreanisch: "Poomse") besteht aus verschiedenen Fussstellungen, kombiniert mit Handabwehrtechniken, Fuss- und Faustschlagen, die ineinander ubergehen, sich erganzen und als Ganzes gesehen einen Kampf gegen einen oder mehrere imaginare Gegner darstellen. Der Rhythmus der Bewegungen sowie die richtige Atmung spielen bei der korrekten AusfuhrungeinerPoomse eine wichtige Rolle.

KYOKPA

Bruchtests (koreanisch: "Kyokpa") gehoren nicht zum Ausbildungsprogramm des Taekwondo. Da es aber in der Praxis unmoglich ist, die geballte Kraft gegen eine Person einzusetzen, ohne diese ernsthaft zu verletzen, wird - namentlich an Demonstrationen - durch Zerbrechen von Holzern, Steinen, Ziegeln und dgl. gezeigt, welche Wirkung erzielt werden kann, wenn die vorhandene Kraft auf einen einzigen Punkt konzentriert wird. Es demonstriert uberzeugend, wozu Geist und Korper als Einheit in der Lage sind.

 

KYORUGI

Es gibt zwei Arten des Kampfes (koreanisch: "Kyorugi"). Der sogenannte Ein- oder Dreischrittkampf lauft nach einem vorgeschriebenen Schema ab. Fehler und Nachlassigkeiten konnen sofort korrigiert werden. Ausserdem eignet er sich besonders fur Demonstrationen, weil Abwehr- und Angriffstechniken aufeinander abgestimmt sind und somit auch unkundigen Zuschauerinnen und Zuschauern ein guter Eindruck von Taekwondo und seinen Anwendungsmoglichkeiten vermittelt wird.

Im unprogrammierten, freien Kampf wird eine vielzahl der erlernten Techniken des Angriffs und der Verteidigung in beliebiger Kombination angewandt. Im Training wird ohne Kontakt gekampft. Alle Schulerinnen und Schuler ab einem gewissen Grad haben die Moglichkeit, an den jahrlich stattfindenden Schweizermeisterschaften teilzunehmen.

Taekwondo war an den olympischen Sommerspielen von Seoul (1988) und Barcelona (1992) als Demonstrationssportart vertreten. An den Spielen von Sydney im Jahr 2000 war Taekwondo erstmals als vollwertige olympische Disziplin im Programm enthalten.